Felchtaer Kirmes

Historie u. Tradition

Historie und Tradition der Felchtaer Kirmes

Historie

 
Die Felchtaer Kirmes besitzt eine lange Tradition die bereits über 110 Jahre alt ist. 

In Kürze findet Ihr hier viel wissenswertes über die Geschichte der Felchtaer Kirmes. Wer etwas dazu beitragen kann (und möchte) möge sich bitte bei mir melden bzw. einfach eine
E-Mail senden.
 

Traditionen

 

Rund um unser Felchtaer Kirmesfest gibt es einige Traditionen welche noch heute wie vor 100 Jahren genauso oder zumindest in sehr ähnlicher Art und Weise fortgeführt werden. Vom fällen und aufstellen der Kirmesfichte bis hin zur Hammelfahrt gibts da einiges zu nennen.

Kirmesbaum
Der Kirmesbaum ist ein Wahrzeichen unserer Kirmes. Am Kirmessamstag fahren die Kirmesburschen mit Pferdewagen in den Wald. Dort wird der Kirmesbaum durch die beiden Platzmeister nach alter Tradition mit einer Schrotsäge gefällt. Wichtig hierbei ist, dass die empfindliche Spitze der Fichte beim umstürzen des Baumes nicht beschädigt wird.
Wieder im Dorf angekommen wird der Baum vor dem Saal mit Girlanden geschmückt welche durch den ortsansässigen Kindergarten gebastelt werden. Anschließend wird der Baum ohne große technische Hilfsmittel aufgestellt, es werden nur Leitern und Stricke zum aufstellen genutzt. Der Kirmesbaum bleibt bis zur darauffolgenden Woche am Sonntag stehen, ehe er von den Burschen an denjenigen ausgeliefert wird, der ihn am Abend zuvor im Rahmen des „Kleinen Hammelessens“ ersteigert hat.


Kirchweih
Im Mittelpunkt des Festes steht natürlich die Kirchweihe. Die Burschen treffen sich hierzu am Sonntagmorgen um gemeinsam zum Gottesdienst zu gehen. Auf dem Weg dorthin wird am Kriegerdenkmal den gefallenen Dorfbewohnern aus 2 Weltkriegen gedacht. Der Kirchweihgottesdienst wird speziell zur Kirmes von Blasmusik begleitet.


Kirmestanz
In Felchta wird der Kirmestanz im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden noch immer im Saal (viele feiern mittlerweile in großen Zelten etc.) begangen. Die Burschen tragen Anzüge und die Mädchen tragen lange Kleider. Es gibt einen Kindertanz am Sonntagnachmittag mit Kaffee und Kuchen, hier kann die ganze Familie Kirmes feiern. Außerdem gibt es zweimal einen abendlichen Kirmestanz, Sonntagabend nach dem Kindertanz und am folgenden Samstag zum „Kleinen Hammelessen“. An diesem Abend wird auch die Kirmespredigt durch die Platzmeister verlesen, auch das hat in Felchta Tradition. In der Kirmespredigt werden sämtliche Missgeschicke einzelner Dorfbewohner des vergangenen Jahres auf eine witzige Art und Weise aufgearbeitet, dies endet regelmäßig in tosendem Beifall und Gelächter und niemand sollte die gesagten Worte auf die berühmte Goldwaage legen.


Kirmesständchen und Hammelfahrt
Diese Tradition gibt es in vielen Gemeinden. In Felchta gehen die Burschen mit einer Kapelle von Haus zu Haus und bringen jedem sein „Stänchen“. Als Dankeschön gibt so mancher etwas Kleingeld in die Kirmeskasse. Nach etwa 6 Stunden ist es vollbracht, nun steht der „Besuch“ der Burschen bei den Hammelräubern auf dem Programm, welche auf dem Saal ihren großen Frühschoppen begehen. Nach der gegenseitigen Begrüßung gibt es hier und da noch ein Bier ehe die Kirmesburschen ins Feld fahren um den Hammel zu holen. Anschließend wird von Seiten der Kirmesburschen versucht, den Hammel aus einem der Fenster der Gemeindeschenke schauen zu lassen, was sich allerdings recht schwierig gestaltet, denn die Hammelräuber bewachen die Fenster meist sehr gut und sind den Kirmesburschen zudem zahlenmäßig weit überlegen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich das der Vergleich über die Jahre gesehen ein deutliches Plus für die Hammelräuber zeigt. Allerdings haben die tapferen Burschen auch schon das ein oder andere Mal für Überraschungen gesorgt. Den Abschluss findet die Hammelfahrt in einer Verhandlung, in welcher sich Hammelräuberverhandlungsführer und Kirmesplatzmeister gegenüberstehen. Der Gewinner der Hammelfahrt verhandelt mit dem Verlierer über die „Strafe“, welche meist in Form von Bier „gezahlt“ werden muss.




39779 Besucher